Ölgemälde des Künstlers Alberto da Veiga Guignard, das eine Landschaftsszene aus Minas Gerais in Grüntönen und Gelb zeigt.
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Alberto da Veiga Guignard: Biografie und Schaffen: Das Zeitalter von Minas und sein Erbe

Ein Blick auf Alberto da Veiga Guignards Leben und Werk, insbesondere die prägende Zeit in Minas Gerais und das kulturelle Erbe, das er hinterließ.

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Arthur

Historische Kuration

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1944. Auf Einladung des damaligen Bürgermeisters Juscelino Kubitschek zog Guignard nach Belo Horizonte mit der Absicht, die erste Bildungseinrichtung für bildende Künste in Minas zu gründen: die Escola Municipal de Belas Artes de Belo Horizonte. Gleichzeitig initiierte er im selben Jahr die erste Ausstellung moderner Kunst in der Hauptstadt von Minas. Er begann dort zu unterrichten und leitete den freien Kurs für Zeichnen und Malerei an der Escola de Belas Artes, an der später namhafte Künstler wie Amilcar de Castro , Farnese de Andrade  und Lygia Clark ihre Wege kreuzten.

Er blieb lange Zeit Schulleiter. Ihr zu Ehren trägt die Einrichtung heute den Namen Escola Guignard.

Siebzehn Jahre verbrachte Guignard in dieser Gegend, die ihm unerschöpfliche Inspiration für eine vielgestaltige Reihe von Landschaftswerken lieferte. Darunter finden sich Skizzen, Zeichnungen, Ölmalereien auf Leinwand oder Holz, aber auch Darstellungen von Menschen, die er kannte oder zufällig traf.

Er starb am 26. Juni 1962 in Belo Horizonte, Minas Gerais. Sein Leichnam ruht in der Igreja de São Francisco de Assis in Ouro Preto – einer Stadt, für die er eine besondere Liebe hegte und die Schauplatz zahlreicher seiner Werke war. Seine Verbundenheit war so tief, dass dort das Museu Casa Guignard gegründet wurde, wo man neben seinen Kunstwerken auch Fotos und persönliche Gegenstände des Künstlers bewundern kann.

Alberto da Veiga Guignard – Landschaft von Ouro Preto
Landschaft von Ouro Preto. 1960

Guignard und Ouro Preto

Fasziniert von den historischen Stadtlandschaften Minas' verklärte Guignard dieses Thema in einem Werk, das Brasilien mit Ehrfurcht und Bewunderung erfüllte. Das zweistöckige Gebäude, in dem das Museum eingerichtet wurde, gehört seit 1974 dem IEPHA und wurde dem Kulturministerium von Minas Gerais als Museumsstandort zur Verfügung gestellt.

Das Museum wurde 1987 eröffnet und ist Teil des Museumsnetzwerks des Kulturministeriums von Minas Gerais, angesiedelt in einem historischen Gebäude im Zentrum von Ouro Preto. Seine Sammlung vereint Werke des Künstlers und Exponate, die sein Leben illustrieren und einen umfassenden Einblick in den Werdegang des Meisters bieten. Wechselausstellungen, Forschung und Bildungsprogramme verleihen diesem Kulturraum Lebendigkeit.

STANDORT: Rua Conde de Bobadela (Rua Direita), 110Ouro Preto, Minas Gerais, Brasilien

Alberto da Veiga Guignard – Casa Museu Guignard
Casa Museu Guignard in Ouro Preto

BRIEFE AN AMALITA, SEINE PLATONISCHE LIEBE

Guignards Leben war reich an malerischen und melancholischen Begebenheiten. Im Jahr 1932, mit 36 Jahren, begegnete er bei einem Konzert im Theatro Municipal der Musikstudentin Amalita Fontenelle – sie war elf Jahre jünger. Fünf Jahre lang schrieb Guignard seiner platonischen Liebe unzählige Karten, zu fast jedem Anlass. Jede Karte war liebevoll gezeichnet und umrahmt von Liebesbotschaften, Widmungen und Gedichten. Sie tauschten zwar Briefe aus, doch diese besonderen Karten wurden nie verschickt. Rund 120 davon wurden zu einem Album zusammengefasst und noch zu seinen Lebzeiten dem Dichter Oswald de Andrade übergeben. Heute sind sie Teil der Sammlung des Casa Guignard in Ouro Preto und spiegeln Guignards Zögerlichkeit wider, seine tiefsten Gefühle auszudrücken.

Um den weiteren Verlauf dieser Reise nachzuvollziehen, lesen Sie unseren nächsten Artikel: Alberto da Veiga Guignard: Biografie und Werk: Analyse der Technik und bedeutende Werke.


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