Ölgemälde einer brasilianischen Landschaft mit leuchtenden Farben und realistischen Details eines tropischen Waldes.
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Imaginäre Landschaften – Gemälde von Alberto da Veiga Guignard

Imaginäre Landschaften – Gemälde von Alberto da Veiga Guignard

A

Arthur

Historische Kuration

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Ich lade Sie ein, die „Imaginären Landschaften“ in den Gemälden Alberto da Veiga Guignards zu entdecken, eines der bedeutendsten brasilianischen Künstler des 20. Jahrhunderts.

1896 in der Schweiz geboren und später brasilianischer Staatsbürger, ist Guignard für seine Werke berühmt, die brasilianische Landschaften auf phantasievolle, fast schon poetische Weise schildern.

Sein einzigartiger Stil, eine geschickte Mischung aus Impressionismus und Moderne, schuf ein ganz eigenes visuelles Universum. Dort entfalten lebendige Farben und fließende Formen ein Gefühl von Verzauberung, ja, sogar Geheimnis.

Seine Bilder laden uns ein, tief in eine Welt der Träume und Fantasie einzutauchen; die Natur wandelt sich hier in magische, surreale Kulissen.

Wenn wir Guignards „Imaginäre Landschaften“ betrachten, sind wir eingeladen, über unsere Verbindung zur Natur nachzudenken und der Vorstellungskraft freien Lauf zu lassen. Einfach fliegen!

Alberto da Veiga Guignard: ein wahrer Meister der Künste

Alberto da Veiga Guignard, ja, er war wirklich ein Meister der Künste. Maler, Illustrator, Zeichner und Lehrer – all das vereinte er in sich.

Sein Leben und Werk machten ihn berühmt: Der Maler der Träume, der Poesie und der Fantasie. Der Schöpfer der 'Imaginären Landschaften'.

Imaginäre Landschaften – Johannistag-Nachmittag

Guignard liebte die Landschaften Minas Gerais' zutiefst. Ihm war es ein großes Anliegen, die Emotionen, die er empfand, mit sanften Farben einzufangen.

Dem Künstler ging es nie um die bloße Abbildung der Realität. Stattdessen malte er jene tiefen Gefühle, die die Schönheit des Ortes in ihm weckte.

Oftmals entsprang die Landschaft direkt seiner Vorstellungskraft. Friede, Zartheit, die Kultur und weiten Räume der brasilianischen Landschaften – all dies verewigte er auf seinen Leinwänden.

Viele moderne Künstler verknüpften das Grafische mit dem Malerischen – daran besteht kein Zweifel. Wirklich nicht.

Doch bei welchem anderen Maler wurde dieser formale Spalt so explizit betont? Bei welchem?

Die Einheit seiner Malerei entspringt genau diesem Kontrast. In seinen letzten Landschaften findet er dafür den radikalsten Ausdruck überhaupt.

Dort, mitten in einem Meer von durchscheinendem Nebel, zeichnen sich die aufeinanderfolgenden Ebenen der Bergkette ab, mit ihrer packenden Geografie.

Winzige Kirchlein und zerbrechliche Ballons erscheinen dann als materiell umrissene, fokussierte, klar definierte Punkte. Sie sind das Ergebnis menschlichen Tuns, verweisen auf Kultur, auf Geschichte. Sie verleihen diesen Szenen eine immense symbolische Kraft.

Was lenkte sein Schaffen? Eine tiefe Identifikation mit dem lokalen Leben. Ein Filter, der seine Sensibilität und das Universum miteinander verband.

Minas Gerais wurde so zum „Maß aller Dinge“ der lyrischen Utopie Guignards.

Die sanften Farben und Wolken vermitteln uns ein Gefühl von Unendlichkeit… Ein Gefühl, das bleibt.

Fantasie von Minas [Imaginäre Landschaften], 1955 (Sammlung Luís Antonio Almeida Braga und Frau) 35c74725bb81a5b64c2d021f17a1535f Imaginäre Landschaften – Kolonial Minas Gerais

VIDEO: Imaginäre Landschaften, von Guignard (Credits: cibsig)


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