
Die Friedenstaube - Pablo Picasso
Die Friedenstaube - Pablo Picasso
Picassos „Friedenstaube“ zählt zu den prägnantesten Bildern des 20. Jahrhunderts; sie steht als Sinnbild für Hoffnung und Eintracht in Zeiten des Konflikts.
Hier tauchen wir ein in den geschichtlichen Hintergrund und die anhaltende Wirkung dieses emblematischen Werkes, das für den Weltfriedenskongress 1949 entstand.
Begleiten Sie uns, wenn wir die kraftvolle Einfachheit von Picassos Linienführung enthüllen und wie diese Taubendarstellung zu einem weltweiten Zeichen des Friedens und der Solidarität avancierte.
Entdecken Sie die feinen Nuancen und die ungebrochene Relevanz dieses Werks sowohl im Schaffen des kubistischen Meisters als auch in der Weltgeschichte.
Die Friedenstaube, eine Serie von Zeichnungen, wurde von Pablo Picasso geschaffen, um den sehnlichst erhofften Frieden nach dem Zweiten Weltkrieg zu versinnbildlichen.
Picasso avancierte zu einer Leitfigur im Eintreten für Frieden und Freiheit, nachdem er 1937 als Reaktion auf die deutschen Bombardements im Spanischen Bürgerkrieg Guernica malte.
Nach dem Zweiten Weltkrieg, im April 1949, fand in Paris ein Weltfriedenskongress statt. Unter den prominenten Teilnehmern waren der französische Physiker Frédéric Joliot-Curie, der spanische Künstler Pablo Picasso, der französische surrealistische Schriftsteller Louis Aragon, der französische Philosoph Jean-Paul Sartre und der chilenische Dichter Pablo Neruda.
Einen Tag vor Kongressbeginn gebar Picassos damalige Lebensgefährtin, die französische Künstlerin Françoise Gilot, eine Tochter, die sie Paloma nannten. Für Picasso waren Tauben eine Erinnerung an seine Kindheit und an seinen Vater, der ihn in Málaga, seiner Heimatstadt, das Zeichnen von Tauben gelehrt hatte.
Das Bild, das er nach der Geburt seiner Tochter schuf, war eine äußerst schlichte Komposition: eine weiße Taube, die sich markant von einem schwarzen Hintergrund abhob.
Er erklärte: "Ich wollte durch Zeichnung und Farbe – da dies meine Waffen waren – immer tiefer in das Wissen über die Menschen und die Welt eindringen, damit dieses Wissen uns täglich mehr befreit; Ich versuchte, auf meine Weise das auszudrücken, was ich für das Wahrhaftigste, das Gerechteste, das Beste hielt, und das war natürlich stets das Schönste." Pablo Picasso
Als Louis Aragon Picassos Atelier besuchte, wählte er just dieses Bild, um das Plakat des Weltfriedenskongresses zu illustrieren. Folglich avancierte Picassos Taube zum Emblem der nachfolgenden Kongresse, für die Picasso verschiedene Variationen der Taubendarstellung schuf.
Ab den 1960er-Jahren stilisierte Picasso seine Zeichnung der Friedenstaube zunehmend. Er fügte dem Schnabel zudem einen Olivenzweig hinzu, ein Symbol, das laut Bibel Noah die frohe Kunde brachte, dass Land nahe war.









