
Die Japanerin - Claude Monet
Die Japanerin - Claude Monet
Die Japanerin ist ein 1876 vollendetes Gemälde von Claude Monet.
In diesem Werk porträtiert Monet seine Frau Camille Doncieux, gekleidet in einen japanischen Kimono und mit einem Sonnenschirm, inmitten eines üppig grünen Gartens.
Das Gemälde spiegelt den Einfluss japanischer Kunst auf Monets Schaffen wider, ein Phänomen, das damals als „Japonismus“ bekannt war.
Charakteristisch für das Werk ist die impressionistische Darstellung von Licht und Farbe, mit lockeren Pinselstrichen und einer lebendigen Farbpalette.
„Die Japanerin“ demonstriert Monets einzigartiges Talent, die Schönheit und die Ruhe des Alltags durch seine unverwechselbare impressionistische Technik einzufangen.
Die Japanerin, ein Gemälde, auf dem Claude Monet seine erste Frau Camille Doncieux festhält.
Manchmal nennt man dieses Werk auch „Madame Monet im japanischen Kostüm“.
In diesem detailreichen, prächtigen Gemälde verweist der Maler auf den Japonismus, eine Strömung, die Kunstschaffende ab den 1860er Jahren begeisterte.
Tatsächlich ließen sich auch Literaten wie die Brüder Edmond und Jules de Goncourt vom Reiz des Unbekannten anstecken; in ihren Romanen behandelten sie japanische Sujets.
Bereits ab 1862 gab es in der Pariser Boutique „Porte Chinoise”, in der _Rue de Rivoli_, neben japanischen Drucken und Kunstobjekten auch Kleidung und Accessoires zu erwerben.
Wie zahlreiche seiner Freunde sammelte Monet japanische Kimonos, Fächer und Paravents, die man heute noch in seinem Haus in Giverny bestaunen kann.
Anders als Monets übliche Vorliebe für Alltagsthemen: Die hier dargestellte Situation wirkt eher künstlich, inszeniert.
Camilles Pose und ihre blonde Perücke haben fast theatralisches Flair, während die Fächer förmlich an der Wand zu schweben scheinen.
Die Stickereien des farbenprächtigen Kleides sind plastisch aufgetragen.
Der reiche Stofffall unterstreicht diesen Effekt noch.
Später blickte Monet kritisch auf dieses Werk; er sah es als Zugeständnis an den damaligen Publikumsgeschmack.
Dennoch: Ein beredtes Zeugnis der Faszination, die das Exotische auf Monet und seine Epoche ausübte.
Diese Bleistiftzeichnung: Eines der raren Zeugnisse von Monets zeichnerischem Schaffen.
Hierin stellt Monet Camille Doncieux dar. Die Ähnlichkeit des Gesichts im Entwurf mit dem gemalten Porträt seiner Frau ist frappierend.
WERK IM FOKUS: DIE JAPANERIN
Jahr: 1875
Technik: Öl auf Leinwand
Maße: 231,8 x 142,3
Standort: Museum of Fine Arts, Boston – USA









