
Biographie von Giuseppe Arcimboldo
Biographie von Giuseppe Arcimboldo
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Giuseppe Arcimboldo, ein Künstler der Hochrenaissance, schuf Werke in einem unverwechselbaren Stil. Er wird dem Manierismus zugeordnet.
Er war Zeitgenosse von Michelangelo Buonarroti und anderen prägenden Künstlern jener Epoche.
Arcimboldo kam 1527 in Mailand, Italien, zur Welt.
Sein Vater, Biagio Arcimboldo, war ebenfalls Maler.
Er brillierte in unterschiedlichen Disziplinen.
Nicht nur als Maler, sondern auch als Kostümbildner, Dekorateur und Schriftsteller hinterließ er seine Spuren.
Seine berühmtesten Schöpfungen sind zweifellos die sogenannten „Kompositionsköpfe“ – Porträts, die sich aus einer Assemblage von Tieren, Menschen, Pflanzen und den verschiedensten Gegenständen zusammensetzen.
Damals galten seine Bilder als geistreiche Neckerei bei Zusammenkünften des Adels; sie waren eine Art kontemplatives Rätselspiel.
Gerade diese frühen Köpfe fesselten Kaiser Maximilian II. zutiefst.
Bald nach seiner Krönung im Jahr 1563 berief ihn der Kaiser zum offiziellen Hofmaler.
Neben seiner Arbeit an den Leinwänden arrangierte der Künstler auch rauschende Feste, Bälle und Turniere am Hof. Das verschaffte ihm immense Popularität.
Arcimboldo starb 1593; rasch geriet er in Vergessenheit.
Erst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde sein Werk wiederentdeckt und gewürdigt, besonders von den Surrealisten. Sie ließen sich vom scheinbaren Traumcharakter seiner Bilder beflügeln.
Kommentierte Werke
Der Frühling
Dieses Gemälde, 1964 entdeckt, ist Teil der ersten „Jahreszeiten“-Serie.
Arcimboldo stellt hier einen Jüngling dar, dessen Kopf, Gesicht und Haar überquellen vor farbenprächtigen Blüten. Es ist eine unverkennbare Anspielung auf diese frische und wunderschöne Jahreszeit, die durch die Blumen so lebendig wird.
Josse de Momper – Beide Gemälde mit demselben Titel zeigen eine anthropomorphe Landschaft. Mensch und Natur verschmelzen hier in Symbiose.
Der Koch – In diesem Bild erkennen wir Tierkörper wie ein Ferkel und ein Huhn, die übereinandergelegt einen Teil des Kopfes eines Mannes formen.
Beim Prager Kunstraub wurde dieses Gemälde entführt, ebenso wie etliche weitere Werke Arcimboldos.
Der Winter – Dieses Gemälde gehört zur Reihe „Die Jahreszeiten“. Hier wird die menschliche Figur durch einen Baum dargestellt, der charakteristisch für diese kalte, karge Jahreszeit ist.









