
Das Mittagessen der Ruderer – Auguste Renoir
Auguste Renoirs „Das Mittagessen der Ruderer“: Ein Höhepunkt des Impressionismus, der die reine Lebensfreude eines Sommertages am Fluss einfängt.
Artikelindex
„Das Mittagessen der Ruderer“ zählt zu den berühmtesten Werken des französischen Impressionisten Pierre-Auguste Renoir.
1881 vollendet, fängt dieses Gemälde eine Gruppe von Freunden ein, die ein geselliges Mittagessen am Flussufer in Paris genießen.
Renoir erfasst meisterhaft die heitere, unbeschwerte Stimmung jenes Augenblicks. Locker gesetzte Pinselstriche und die für den Impressionismus so typischen leuchtenden Farben tun ihr Übriges.
Bemerkenswert ist die Komposition des Werkes; die Vielzahl der dargestellten Personen und Aktivitäten fügen sich zu einer lebendigen, vitalen Szene zusammen.
„Das Mittagessen der Ruderer“ offenbart Renoirs einzigartige Gabe, die Schönheit des Alltags einzufangen und durch seine Kunst ein Gefühl von purer Lebensfreude und Vitalität zu vermitteln.
„Das Mittagessen der Ruderer“ ist ein Gemälde des französischen Künstlers Auguste Renoir.
Es zählt zu den Hauptwerken des Impressionismus, dessen Detailreichtum es sich lohnt, genau zu betrachten und wertzuschätzen.
Diese große Komposition ist eine Hommage Renoirs an seine eigene Welt.
In einem Restaurant am Seine-Ufer, unter strahlender Sommersonne, porträtiert der Maler Freunde in alltäglichen Posen. „Das Mittagessen der Ruderer“ markiert sein letztes großes Werk in diesem Stil, bevor er neue malerische Wege beschritt.
Obwohl vierzehn Figuren in der Szene zu finden sind, bilden die beiden Ruderer das eigentliche Zentrum der Komposition. Nicht nur ihre robusten, muskulösen Körper, sondern auch ihre Kleidung, die sich deutlich von der der anderen abhebt, macht sie zu Blickfängen.
Sie tragen, im Gegensatz zu den anderen, weiße Hemden, die Arme und Hals unbedeckt lassen.
Zu jener Zeit verlangte die bürgerliche Moral, dass der gesamte Körper bedeckt sein sollte. Nackte Arme von Athleten konnten bei Frauen durchaus Verlegenheit hervorrufen – was bei den Damen in Renoirs Darstellung jedoch nicht der Fall zu sein scheint.
Alle fünf Mädchen am Tisch tragen Hüte, denn diese galten als Zeichen von Respektabilität und gesellschaftlichem Status.
Die ärmeren unter ihnen schmücken ihre Hüte selbst mit Blumen und Bändern.
Im Hintergrund hält sich eine Frau, opulent gekleidet in Pelzmantel und Handschuhen, die Ohren zu, um die Komplimente zweier Verehrer nicht hören zu müssen. Einige Charaktere sitzen an zwei Tischen, andere wiederum befinden sich weiter hinten, auf der linken Seite des Bildes.
Ein junges Mädchen, Renoirs zukünftige Frau, hält einen kleinen Hund im Arm, dessen Hinterpfoten lässig auf dem Tisch ruhen.
Im Hintergrund, durch das Blätterwerk hindurch, am oberen linken Bildrand, lassen sich einige Boote erspähen, die elegant über die Wellen der Seine gleiten.
Beim Blick auf die Gegenstände auf den Tischen kann man schlussfolgern: Das Mittagessen neigt sich dem Ende zu. Die Ruderer und ihre Freunde haben gerade ihre Mahlzeit beendet.
Auguste Renoir beweist hier seine außergewöhnliche Meisterschaft in der Darstellung von Stillleben, indem er die Reste der Mahlzeit so lebensecht wiedergibt.
Auf dem weißen Tischtuch im Vordergrund liegen eine zerknüllte Serviette, eine Obstschale, ein kleines Kognakfass, halb gefüllte Weinflaschen und Gläser verschiedenster Art: große für Rotwein, hohe für Kaffee, kleine für Kognaks und Liköre.
Ich bin in Chatou. Ich habe begonnen, ein Bild von Ruderern zu malen, das mich schon lange reizte.
Von Zeit zu Zeit muss man nach Dingen streben, die über die eigenen Kräfte hinausgehen." (Auguste Renoir)









