
Die Große Welle vor Kanagawa – Hokusai
Ein Meisterwerk des japanischen Holzschnitts, das die ikonische Welle und den Berg Fuji vereint. Hokusais berühmtestes Werk, kurz und prägnant vorgestellt.
Die Große Welle vor Kanagawa, ein Meisterwerk, das zu einer Serie von Farbholzschnitten gehört, die alle das gleiche Thema behandeln und Ansichten des Berges Fuji zeigen.
Die Große Welle vor Kanagawa. Katsushika Hokusai. 1830-1833 (25 x 37 cm)
In Die Große Welle vor Kanagawa erblicken wir eine gewaltige Welle, die Fischerboote bedroht, während der Berg Fuji im Hintergrund majestätisch thront. Es fällt sofort auf: Dieses Bild ist eine Ikone, eine unverkennbare Referenz Japans. Ja, dort, ganz hinten im Bild, zeigt sich der Fuji.
Dieses Werk ist schlichtweg der berühmteste Holzschnitt der gesamten östlichen Welt, zweifellos das bekannteste Schaffen des japanischen Malers und Druckkünstlers Katsushika Hokusai. Ein anerkannter Meister, dessen Herz dem Ukiyo-e-Stil gehörte – einer Kunstform, die darauf abzielte, das Leben und die Belange der niederen Gesellschaftsschichten einzufangen.
Gigantisch, ja, diese Große Welle. Sie mag keinen Tsunami darstellen, doch unweigerlich spüren wir die immense Kraft des dargestellten Wassers. Es erzeugt eine Wirkung, die einen wütenden Sturmwind erahnen lässt, von Gezeiten getrieben, der die zerbrechlichen Boote bedroht.
„Die Große Welle vor Kanagawa“ – Das berühmteste Werk seiner Art
Die Große Welle ist, schlichtweg, das bekannteste Werk ihrer Art, eine der meistzitierten Darstellungen weltweit. Zahllose Museen hüten Exemplare dieses Meisterwerks; es sind rund 35 Drucke katalogisiert. Man findet sie in den renommiertesten Häusern, etwa im Metropolitan Museum in New York, meist aus privaten Sammlungen stammend.
Ozeanwellen ist ein weiterer Druck, bei dem der Künstler denselben Stil anwendet. Er ist zwar nicht so berühmt wie Die Große Welle, doch in seiner Imposanz und Schönheit steht er seinem Meisterwerk in nichts nach.
Ozeanwellen. Katsushika Hokusai (1760-1849) – Holzschnitt im Ukiyo-e-Stil
Die Xylografie, zu Deutsch Holzschnitt, ist eine Drucktechnik, die Holz als Druckstock nutzt. Hierfür wird mit einem scharfen Instrument die gewünschte Figur in das Holz geschnitzt. Anschließend wird eine Gummiwalze mit Farbe über den Druckstock geführt; beim Kontakt mit dem Holz wird das Bild auf Papier oder einen anderen gewünschten Träger übertragen. Letztlich offenbaren allein die erhabenen Partien des Schnitzwerks den Abdruck, der dann im Druck bestehen bleibt.
Selbstporträt. Katsushika Hokusai. 1839
Katsushika Hokusai erblickte das Licht der Welt im Jahr 1760 in Katsushika, östlich von Tokio, Japan. Eine unglaubliche Begabung fürs Zeichnen offenbarte sich früh: Bereits mit sechs Jahren begann er zu malen, und schon mit sechzehn wurde er Lehrling eines Graveurs. Drei Jahre lang übte er diese Tätigkeit aus, parallel entstanden seine ersten Illustrationen; so vertiefte er stetig sein Wissen. Mit achtzehn Jahren wurde er als Lehrling von Meister Katsukawa Shunshō aufgenommen, einem der bedeutendsten Ukiyo-e-Künstler seiner Ära. Dieser gab ihm den Namen „Shunrō“, den Hokusai ab 1779 als Signatur für seine frühen Werke nutzte.
Er verstarb im Alter von 89 Jahren am 18. April 1849 in Tokio.









