Realistisches Ölgemälde, das Frida Kahlo in ihrem Atelier zeigt, mit unvollendeten Werken und Elementen ihres persönlichen Lebens.
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Frida Kahlo: Leben und Werk – Zwischen Leidenschaft, Politik und der Kraft der Malerei (Teil 2)

Frida Kahlo: Leben und Werk – Zwischen Leidenschaft, Politik und der Kraft der Malerei (Teil 2)

A

Arthur

Historische Kuration

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Frida Kahlo, die mexikanische Malerin, kam 1907 in Coyoacán, Mexiko, zur Welt.

Ihr Dasein war geprägt von Leid, Schmerz und Verlust; all dies begann mit dem verheerenden Unfall im Jahr 1925, der sie mit physischen und emotionalen Narben zurückließ.

1928 nahm ihr Leben eine entscheidende Wendung. Als sie der Kommunistischen Partei beitrat, begegnete sie dem renommierten Wandmaler Diego Rivera. Sie verliebten sich unsterblich und heirateten bereits ein Jahr später.

Diego war 21 Jahre älter, wog auch deutlich mehr als Frida. Ihre Familie verglich diese eigenwillige Verbindung gern mit der eines Elefanten und einer Taube.

Rivera war Sozialist, ein Künstler von immensem Einfluss im 20. Jahrhundert und integraler Bestandteil der muralistischen Bewegung, die sich für eine zugänglichere Kunst einsetzte.

Trotz zahlloser Auseinandersetzungen, Untreuen und öffentlicher Skandale blieb Diego Fridas große Liebe und derjenige, der ihr künstlerisches Genie erkannte und förderte.

Bereits 1929 verkaufte Frida ihr erstes Gemälde. Darin porträtierte sie zwei Frauen, Salvadora y Herminia, die ihr in ihrem Haus in Coyoacán Modell standen.

Gemälde 'Zwei Frauen' von Frida Kahlo
Zwei Frauen. Frida Kahlo. 1928 – Öl auf Leinwand (69 x 53 cm) – Ort: Museum der Schönen Künste, Boston, Vereinigte Staaten.

Auf diesem Gemälde fällt als Erstes eine Komposition mit sechs Figuren ins Auge: Von links nach rechts sehen wir eine Hausfrau mit Einkaufskorb, einen Arbeiter, eine barfüßige indigene Mutter, die ein Baby stillt, ein Kind, einen Bourgeois mit einem Goldsack und, ganz zum Schluss, eine junge Frau, die der Künstlerin selbst verblüffend ähnelt.

Manche Kunsthistoriker mutmaßen, dass beim Unfall ein Mann im blauen Overall das Geländer entfernte und so Fridas Leben rettete. Währenddessen verstreute sich Goldstaub, den ein „Gringo“ bei sich trug, über den nackten, blutenden Körper der Künstlerin. Eine wirklich verstörende Vorstellung.

Ebenfalls 1929 versuchte Frida mehrfach, schwanger zu werden. Doch aufgrund der Folgen des Unfalls konnte sie die Kinder nicht austragen.

Biografie von Frida Kahlo – Frida und Diego

Nach dem Tod ihres Vaters Guillermo Kahlo im Jahr 1941 entschied sich das Paar, in das Haus ihres Vaters zu ziehen: die „Casa Azul“. Heute dient es als Museum der Malerin und beherbergt ihre Werke, Kleidung sowie sämtliche persönlichen Gegenstände.

Frida Kahlo – 1931
Frida im Jahr 1931

Um den weiteren Verlauf dieser bemerkenswerten Reise zu entdecken, lesen Sie unseren nächsten Artikel: Frida Kahlo: Leben und Werk – Das unsterbliche Erbe einer Seele durch Schmerz und Farbe (Teil 3).


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