Realistisches Ölgemälde von Johannes Vermeer, Detail einer häuslichen Szene aus dem holländischen Goldenen Zeitalter mit sanftem Licht und Pastellfarben.
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Johannes Vermeer: Einblicke in ein Genie und seine Meisterwerke

Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt Johannes Vermeers und entdecken Sie seine seltenen, doch unvergänglichen Meisterwerke in dieser tiefgründigen Analyse.

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Arthur

Historische Kuration

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GALERIE – AUSGEWÄHLTE WERKE

Obwohl nur etwa 36 seiner Gemälde die Zeiten überdauert haben, zählen diese seltenen Stücke zu den größten Schätzen der bedeutendsten Museen weltweit. Vermeer begann seine Laufbahn in den frühen 1650er Jahren mit großformatigen biblischen und mythologischen Szenen, doch die meisten seiner späteren Arbeiten – jene, für die er heute weltberühmt ist – schildern alltägliche Begebenheiten in häuslicher Umgebung.

Johannes Vermeer – Christus im Hause von Martha und Maria
Christus im Hause von Martha und Maria. Johannes Vermeer. 1654–55

Die Kupplerin – In dieser Komposition ist wohl ein Selbstporträt des Künstlers zu entdecken, identifizierbar durch den Mann auf der linken Seite, der in einer Hand ein Glas hält und in der anderen, rechten, ein Saiteninstrument, womöglich eine Zither. Anders als Rembrandt, der unzählige Selbstbildnisse schuf, ist von Vermeer kein weiteres bekannt, außer jenes, das in diesem Gemälde verewigt wurde.

Johannes Vermeer – Die Kupplerin
Die Kupplerin – Johannes Vermeer. 1656

Der Offizier und das lachende Mädchen – Es gibt Anzeichen, dass Vermeers Ehefrau für dieses und viele andere seiner Gemälde Modell stand. Die Zartheit und Sorgfalt, mit der er ihr Antlitz malte, stützen diese Annahme zweifellos. Einige Historiker sind der Meinung, dies sei eines der ersten Bilder, die er mithilfe einer Camera obscura schuf. Obwohl sich der Gebrauch dieses Hilfsmittels nicht beweisen lässt, da es im häuslichen Inventar zum Zeitpunkt seines Todes nicht verzeichnet war. Nach der Erfindung der Fotografie mag dies nicht mehr so auffallen, doch für Künstler des 17. Jahrhunderts wäre es beeindruckender gewesen, und wir sehen, dass, während andere Maler Figuren und Objekte im Vordergrund und nahe am Betrachter platzierten, diese doch meist im Verhältnis zum besiedelten Raum standen.

Johannes Vermeer – Der Offizier und das lachende Mädchen
Der Offizier und das lachende Mädchen. Johannes Vermeer. 1658–1660

Das Milchmädchen – Erfahren Sie mehr über dieses Gemälde, klicken Sie hier

Johannes Vermeer – Das Milchmädchen
Das Milchmädchen. Johannes Vermeer. 1658–1660

Ansicht von Delft – Vermeer fing in diesem Werk einen stillen Einblick ins Stadtleben während des Goldenen Zeitalters der Niederlande ein, einer Zeit, in der das wirtschaftliche, technologische und künstlerische Schaffen Hollands seinen Höhepunkt erreichte.

Johannes Vermeer – Ansicht von Delft
Ansicht von Delft. Johannes Vermeer. 1660–1661

Briefleserin in Blau – Dies ist eine von Vermeers rätselhaftesten und stärksten Darstellungen eines neuen Themas in der holländischen Genremalerei (Szenen aus dem Alltag): wohlhabende Frauen in häuslicher Umgebung, oft so in Gedanken versunken, dass sie den Blick des Betrachters nicht bemerken.

Johannes Vermeer – Briefleserin in Blau
Briefleserin in Blau. Johannes Vermeer. ca. 1662–63

Die Spitzenklöpplerin – Erfahren Sie mehr über dieses Gemälde, klicken Sie hier

Johannes Vermeer – Die Spitzenklöpplerin
Die Spitzenklöpplerin. Johannes Vermeer. 1665–1668

Die Malkunst – Klicken Sie hier und erfahren Sie mehr über dieses Meisterwerk ...

Johannes Vermeer – Die Malkunst
Die Malkunst. Johannes Vermeer. 1666

Der Astronom – Die von Vermeer geschaffene Atmosphäre wird von einem sanften Seitenlicht umhüllt; die Hand des Wissenschaftlers auf dem Himmelsglobus ist umgeben von geschickt angeordneten und realistisch dargestellten Objekten. Der Astronom neigt zu einer Stilisierung nahe der Allegorie, und dazu trägt die feine Kombination der ihn umgebenden Elemente bei.

Johannes Vermeer – Der Astronom
Der Astronom. Johannes Vermeer. 1668 – Standort: Louvre, Paris

Allegorie des katholischen Glaubens – Vermeer stellt in diesem Gemälde Maria Magdalena dar, die ihren Blick von der Bibel löst, um das Kruzifix zu betrachten, wie gebannt von göttlicher Liebe.

Johannes Vermeer – Allegorie des katholischen Glaubens
Allegorie des katholischen Glaubens. Johannes Vermeer, ca. 1670–72 – Standort: Metropolitan Museum of Art, New York (USA)

Stehende Dame am Virginal  – Das Virginal, ein Tasteninstrument aus der Familie des Cembalos, trägt in dieser Komposition eine bedeutsame Symbolik, da es bei Mädchen aus wohlhabenden Familien im häuslichen Umfeld weit verbreitet war. Bilder, in denen der Künstler Frauen umgeben von musikalischen Elementen darstellte,
zeigten sie meist sitzend am Virginal, in zarter Pose, als ob sie dem Maler Modell stünden. Dieses Gemälde, das die Dame stehend zeigt, birgt eine Fülle von Bedeutungen, die dem Betrachter die Freude am Entschlüsseln schenken.

Johannes Vermeer – Stehende Dame am Virginal
Stehende Dame am Virginal. Johannes Vermeer. 1670–1673 – Öl auf Leinwand (51,7 × 45,2 cm) – Standort: National Gallery, London


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