
Samba, Emiliano Di Cavalcanti
Samba, Emiliano Di Cavalcanti
Ich lade Sie ein, Emiliano Di Cavalcantis „Samba“ zu erkunden; ein Werk, das die Energie und Lebendigkeit der brasilianischen Kultur meisterhaft einfängt.
Entstanden 1956, ist dieses Gemälde eine Hommage an den mitreißenden Sambarythmus. Es zeigt tanzende Figuren in einer farbenfrohen, festlichen Umgebung.
Di Cavalcanti, eine der prägenden Figuren des brasilianischen Modernismus, setzte auf lebendige Farben und geschwungene Formen. So übertrug er die samba-typische Bewegung und Lebensfreude auf die Leinwand.
Beim Betrachten von „Samba“ tauchen Sie ein in eine festliche Atmosphäre, die von Di Cavalcantis Ausdruckskraft getragen wird. Hier feiert er den Reichtum und die Vielfalt brasilianischer Kultur.
Samba, Carnaval oder Mulatos de São Cristóvão?
Ein Gemälde, drei Titel? Welchen gab ihm wohl der Künstler selbst?
Es handelt sich um „Samba“, eine fast 2m x 1,60m große Leinwand, signiert von Di Cavalcanti im Jahr 1927
Das Bild zeigt drei Figuren, die in seinem Werk immer wiederkehren: die Mulattin mit entblößter Brust, den Violeiro und den Pandeiro-Spieler.
Erworben wurde es direkt vom Künstler von Luis Quintanilla, einem mexikanischen Diplomaten und Schriftsteller. Quintanilla war eng befreundet mit Künstlern und Intellektuellen des brasilianischen Modernismus.
Die Leinwand begleitete ihn auf all seinen diplomatischen Stationen.
Während des Zweiten Weltkriegs, als Botschafter in Moskau, bewahrte er es zusammengerollt, vor den Bombardierungen geschützt, auf.
Er nahm es mit nach Paris und Washington, und schließlich nach Mexiko.
Di Cavalcanti, ein authentischer Carioca, der den Samba, den Karneval und die Mulattinnen liebte, benannte etliche seiner Gemälde „Samba“.
Dieses besondere Werk galt lange als Fälschung, da seine Authentizität nicht belegt werden konnte.
So geriet das Gemälde für viele Jahre in Vergessenheit.
Als Martin Castillo es auf einer Kunstmesse in den Niederlanden erwarb, scheute der Kunsthändler keine Mühen. Er wollte die Echtheit des Werkes unbedingt zweifelsfrei belegen.
Castillo war auf der Kunstmesse 'ArtRio' in Rio. Dort lernte er Elisabeth Di Cavalcanti kennen, die Tochter des Malers.
Ihr Gespräch kam schließlich auf eben dieses Bild zu sprechen.
Er fragte sie, ob sie vielleicht ein Dokument besäße, das die Echtheit des Werkes beweisen könnte.
Wenige Tage später meldete sich Elisabeth mit erfreulichen Neuigkeiten bei ihm.
Sie entdeckte es in der Zeitschrift „Para Todos“ aus dem Jahr 1928, erzählt sie. Dort erschien die Leinwand unter dem Namen „Samba“ als Schwarz-Weiß-Reproduktion zur Illustration eines Artikels.
— Es ist schon eine Ironie: Ein von ihm gemaltes „Samba“-Bild verschwand vor fünf Jahren; nun taucht ein anderes auf.
Es ging um das „Samba“ von 1925. Dieses Werk, so Elisabeth, gehörte einem Sammler und wurde im August 2012 leider bei einem Brand zerstört.
Wirklich faszinierend, diese Ironie! Innerhalb kurzer Zeit verlieren wir ein Di Cavalcanti-Gemälde – und ein anderes, ebenfalls unter dem Titel „Samba“, erscheint.
Die brasilianische Kunstwelt atmet auf!
SAMBA, von Di Cavalcanti
1. 1925 - Das Bild, das 2012 einen Wert von 10 Millionen US-Dollar hatte, gehörte dem Kunsthändler Jean Boghici. In der Nacht des 13. August desselben Jahres wurde es leider bei einem Brand in seiner Wohnung zerstört.
2. 1927
3 - 1928









