
Toulouse-Lautrecs „Der Tanz im Moulin Rouge“
Toulouse-Lautrecs „Der Tanz im Moulin Rouge“
„Der Tanz im Moulin Rouge“ ist ein ikonisches Gemälde des französischen Künstlers Henri de Toulouse-Lautrec, fertiggestellt im Jahr 1890.
Das Werk fängt eine lebendige, pulsierende Szene im berühmten Pariser Kabarett Moulin Rouge ein: Tänzer in extravaganten Kostümen, im Hintergrund ausgelassene Gäste.
Toulouse-Lautrec, berühmt für seine Darstellungen des Pariser Nachtlebens, bannt die Energie und die mitreißende Atmosphäre des Moulin Rouge mit kühnen Pinselstrichen und leuchtenden Farben auf die Leinwand.
Das Gemälde ist ein meisterhaftes Beispiel seines unverwechselbaren Stils, zugleich eine unvergessliche Darstellung der Pariser Belle Époque.
„Der Tanz im Moulin Rouge“ ist ein bedeutendes Gemälde des Franzosen Henri de Toulouse-Lautrec; der Künstler schuf es zur Eröffnung des berühmten Etablissements im Jahr 1889. Für ihn war dies einer der glücklichsten Momente seines Lebens.
Das Moulin Rouge: Eine traditionsreiche Nachtbar, die bis heute als Kabarett betrieben wird.
Es zählt zu den elegantesten Orten, zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten in Paris überhaupt. Auf seinem Dach thront eine rote Mühle – ein unübersehbarer Blickfang für alle, die durch Montmartre spazieren.
„Der Tanz im Moulin Rouge“: EINE INTERPRETATION DES WERKES
Dieses großformatige Gemälde führt uns ins Moulin Rouge, einen damals beliebten Tanzsaal. Männer in dunklen Mänteln und Zylindern unterhalten sich, während die Damen ihre extravaganten Hüte und Federboas zur Schau stellen. Mitten im Geschehen tanzen Menschen. Der weitläufige Raum zwischen den Figuren und der schräge Holzboden scheinen uns geradezu einzuladen, in das Bild einzutreten, uns der Menge anzuschließen.
Im Vordergrund entdecken wir eine Dame in Rosa, im Profil dargestellt, mit gesenkten Augen, ihren Blick auf die Tänzer gerichtet.
Eine imposante Figur. Ihre Silhouette lenkt unseren Blick – fast wie ein Wegweiser – hin zu den geschwungenen, rhythmischen Gestalten der einzigen Tänzer linkerhand. Deren Schatten sind im vorderen Bereich des Bodens sichtbar, spiegeln die Körperformen wider.
Der Tänzer war damals eine bekannte Persönlichkeit, geläufig unter dem Namen Valentine, der Knochenlose, dem Künstlernamen von Joseph Pujol. Er verstand es meisterhaft, das Publikum mit seinem seltenen Talent zu begeistern.
In diesem Gemälde zeigt uns Lautrec ihn mit Beinen, die wie Gummi wirken, und erklärt so seinen Spitznamen. Man sieht ihn, wie er einer jungen Frau einen gewagten, neuen Tanzschritt beibringt.
Im Hintergrund erblicken wir einen Kellner, der eleganten Herren und ihren Zylindern Getränke serviert. Dahinter ragen vier vertikale Säulen empor, von denen zahlreiche Kronleuchter Licht spenden. Durch die klaren Scheiben der riesigen Fenster dieses vornehmen Ortes lassen sich Bäume erkennen.
Die Farbgebung, die Toulouse-Lautrec hier einsetzt, ist lebendiger, heiterer als in seinen früheren Arbeiten – ein Ausdruck der tiefen Leidenschaft, die der Maler für diesen Ort hegte.
In diesem Werk zeigt sich Lautrec persönlicher. Er löst sich vom streng realistischen Ton seiner frühen Arbeiten.
Das Interesse an der Zeichnung wird augenfällig in seiner Vorliebe für die Linienführung, die die Figuren formt. Die Heiterkeit des Ortes ist meisterhaft eingefangen; dies belegt die vollkommene Harmonie zwischen Künstler und Schauplatz.
Der Besitzer des Etablissements fand Gefallen an diesem Gemälde, hängte es prompt in seiner Bar auf. So ebnete er den Weg für eine Art Kunstgalerie.
Später schuf der Künstler zahlreiche Werbeplakate für das Kabarett, das durch seine Bälle, musikalischen Darbietungen und umwerfenden Tänzerinnen in die Geschichte eingehen sollte.
Henri Marie Raymond de Toulouse-Lautrec Monfa erblickte am 24. November 1864 das Licht der Welt, in Albi, einer alten Stadt im Südwesten Frankreichs.
Er verstarb in Frankreich, in der Stadt Saint-André-du-Bois, am 9. September 1901.
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