
Biografie von Joaquín Sorolla: Kindheit und erste Schritte in der Kunst
Biografie von Joaquín Sorolla: Kindheit und erste Schritte in der Kunst
Joaquín Sorolla, ein Name, der in der spanischen Kunstszene glänzt, war ein Maler von immensem Talent. Er erlangte Berühmtheit für seine realistischen und impressionistischen Werke, die das alltägliche Leben, weite Landschaften, intime Porträts und bedeutungsvolle historische Szenen meisterhaft einfingen.
Sein Œuvre umfasst nicht nur Porträts wichtiger Persönlichkeiten seiner Zeit, wie etwa der spanischen Königsfamilie, sondern auch lebendige Strand- und Fischerszenen, die das Licht und das Leben am Meer atmen.
Kein Wunder, dass er zu den bedeutendsten spanischen Künstlern des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts gezählt wird.
BIOGRAFIE
Joaquín Sorolla y Bastida erblickte am 27. Februar 1863 in Valencia, Spanien, das Licht der Welt. Nur ein Jahr darauf folgte seine einzige Schwester, Concha Sorolla.
Tragischerweise verloren beide Kinder 1865 ihre Eltern, Joaquín Sorolla Gascón und María Concepción Bastida Prat, an eine Choleraepidemie. Von diesem Moment an wuchsen sie bei ihren mütterlichen Tanten und Onkeln auf.
Sein Onkel, ein Schlosser, versuchte früh, dem jungen Sorolla sein Handwerk beizubringen. Doch obgleich Joaquín seine Pflichten erfüllte, zog es ihn unaufhörlich zum Zeichnen.
1876, auf den Rat des Direktors der Sekundarschule, die er besuchte, hin, meldete sein Onkel ihn für Abendkurse an der Kunstgewerbeschule von Valencia an.
Zwei Jahre später, sein brennendes Interesse an der Malerei war nicht zu übersehen, erfolgte die Einschreibung an der Hochschule der Schönen Künste von Valencia.
In dieser prägenden Zeit zeigte sich Sorolla bereits als Realist, tief beeinflusst von den valencianischen Marinemalern. Dennoch: Sein eigener Stil fand sich noch nicht ganz, lag noch im Verborgenen.

1881 schloss er seine Studien ab. Eine schicksalhafte Begegnung: Er traf den Maler Ignacio Pinazo, der soeben aus Italien zurückgekehrt war und eine völlig neue Herangehensweise an das Licht mitbrachte – ganz im Geiste des Impressionismus, auf der Suche nach fesselnden Lichteffekten. Sorolla, hellwach für Neues, adaptierte diesen Stil sofort.
An der Akademie begegnete er einem weiteren Studenten, dem Sohn von Antonio García, einem damals bereits renommierten Fotografen.
Dieser verschaffte ihm Arbeit beim Entwickeln von Fotografien.
Diese Beziehung sollte sein Privatleben maßgeblich prägen: García war der Vater von Clotilde García, jener Frau, die später Sorollas Ehefrau werden sollte.
Noch im selben Jahr, 1881, sandte Sorolla drei valencianische Meereslandschaften zur Nationalen Ausstellung der Schönen Künste in Madrid ein.
1884 veranstaltete der Provinzialrat von Valencia einen Malwettbewerb. Sorolla reichte sein Werk ein und wurde mit einem Stipendium für Rom ausgezeichnet, wo er seine Studien vertiefen sollte. Das vorgegebene, obligatorische Thema: der Unabhängigkeitskrieg von 1808. Sorolla präsentierte daraufhin „Der Schrei des Palleters“, ein Gemälde, das den Nationalhelden darstellt – einen Strohverkäufer, der das Volk zum Aufstand gegen Napoleon anstachelt. Eine Szene voller Dramatik.
Das Bild beeindruckte die Jury zutiefst, und so erhielt er die ersehnte Studienförderung.
Anfang 1885 brach er nach Rom auf.

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