Ölgemälde von Candido Portinari, das brasilianische ländliche Szenen in Pastelltönen und lebhaften Farben mit bäuerlichen Figuren darstellt.
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Candido Portinaris Biografie: Vom Studium zu monumentalen Geschichtspanelen

Candido Portinaris Biografie erzählt seinen Weg von den akademischen Anfängen bis hin zu den monumentalen Geschichtspanelen, die das brasilianische Erbe prägen.

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Arthur

Historische Kuration

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Mit nur fünfzehn Jahren zog es ihn nach Rio de Janeiro. Seine Familie erkannte das enorme Talent für die Malerei, das in ihm schlummerte, und unterstützte ihn dabei, diesem Ruf zu folgen.

Er arbeitete und studierte mit bewundernswertem Eifer.

Wenig später eröffnete sich ihm die Gelegenheit zu einer Studienreise nach Europa.

1930 lernte er in Paris Maria Martinelli kennen – eine junge Uruguayerin, gerade neunzehn Jahre alt, die mit ihrer Familie in der Stadt lebte. Sie heirateten, und er verbrachte fortan den Rest seines Lebens an ihrer Seite.

In Frankreich überkam Portinari die tiefe Sehnsucht nach Brodósqui, seiner Heimat. Zurück in Brasilien widmete er sich daher zahlreichen Werken, die sein Land und seine Menschen auf einzigartige Weise porträtierten.

Sein erstes Wandgemälde schuf Portinari bereits 1936. Es entstand für das Straßenmonument der Strecke Rio/São Paulo – ein eindrucksvolles Werk von einem Meter Höhe und acht Metern Länge.

Von da an entstanden unzählige Tafeln im ganzen Land. Darunter die beeindruckende „Via Sacra“-Serie in der Kirche von Pampulha in Belo Horizonte – wahrhaft gewaltige, wundervolle Paneele.

1951 war er Teil der 1. Kunstbiennale von São Paulo.

DIE NONNA-KAPELLE

Erbaut 1941, in einem Zimmer der Residenz in Brodowski, war sie Portinaris herzliches Geschenk an seine Großmutter. Diese konnte sich altersbedingt nicht mehr eigenständig zur Messe oder für ihre Gebete in die Stadtkirche bewegen.

In der Nonna-Kapelle bildete Portinari die Lieblingsheiligen seiner Großmutter ab. Seine eigenen Familienmitglieder dienten ihm dabei als Modelle.

Die erste Messe in Brasilien – Dieses prägnante Panel von Portinari, das die erste Messe in Brasilien darstellt, entstand im Auftrag von Thomaz Oscar Pinto da Cunha, dem dritten Baron von Saavedra. Es sollte das 1946 von Oscar Niemeyer entworfene und fertiggestellte Gebäude schmücken, das als Hauptsitz der Banco Boavista in Rio de Janeiro dienen sollte.

Die am 26. April 1500 gefeierte Messe, nur vier Tage nach der Entdeckung Brasiliens, wurde hier als eine Neuschöpfung interpretiert, inspiriert vom berühmten Werk des akademischen Künstlers Vitor Meireles, das fast ein Jahrhundert zuvor, im Jahr 1859, entstanden war.

Allerdings eben mit Portinaris unverwechselbarem kubistischen Blick.

Entdeckung Brasiliens – Diese Werke sind Teil einer umfangreichen Serie von Panelen, die Portinari in den 1950er-Jahren schuf, bekannt unter dem Titel „Cenas Brasileiras“ (Brasilianische Szenen). Es war ein direkter Auftrag von Assis Chateaubriand an den Künstler.

Eines seiner Schlüsselwerke ist ein gewaltiges Panel, das dem Märtyrer Tiradentes gewidmet ist.

Es setzt sich aus drei nebeneinanderliegenden Leinwänden zusammen und misst beeindruckende 17,70 mal 3,09 Meter.

Fertiggestellt im Jahr 1949, findet es heute seinen Platz im Memorial da América Latina, genauer gesagt im Salão de Atos in São Paulo.

Candido Portinari porträtiert ländliche Szenen Brasiliens

Portinari-Gemälde der ersten Messe in Brasilien mit indigenen und portugiesischen Figuren

Detail eines Portinari-Wandgemäldes in kubistischem Stil

Portinari-Gemälde einer bäuerlichen Familie bei der Arbeit auf dem Feld

Abstrakte Komposition von Portinari mit Figuren und geometrischen Formen

Portinari-Gemälde, das eine Prozession oder ein religiöses Ritual darstellt

Candido Portinaris Biografie: Wie alles seinen Anfang nahm

CANDIDO PORTINARIS BIOGRAFIE: HISTORISCHE GEMÄLDE

Candido Portinaris Biografie: Unsterbliches Erbe und die Welt der Kindheit.


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