
Der Rahmen – Frida Kahlo
Der Rahmen – Frida Kahlo
Dieses Gemälde ist ein ganz besonderes Selbstporträt von Frida Kahlo. Das Musée du Louvre in Paris erwarb es; somit war sie die erste mexikanische Malerin des 20. Jahrhunderts, die ein Werk in dieser bedeutenden Institution präsentieren durfte.
Frida war im persönlichen Umgang stets eine faszinierende Frau. Klug, unabhängig und ihrer Zeit weit voraus, besaß sie eine Vitalität, die Kenner ihrer Biografie oft als verstörend und paradox empfanden.
Obwohl sie sich nie lächelnd malte, liebte sie das Leben, ihre Familie – und ganz besonders ihren Vater, dem sie stets dankbar war und den sie mit Großzügigkeit behandelte.
Mit ebendiesen Eigenschaften malte sie sich auch selbst: umgeben von Blumen und Bändern, Affen und Vögeln, Tüchern und weiteren Blüten, Papageien und Hunden. Und sie faszinierte Männer, die selbst nicht weniger bemerkenswert waren, darunter Leon Trotzki, André Breton, Marcel Duchamp, Wassily Kandinsky, Picasso – und eine Schar von Verehrern.

Das Bild feiert die mexikanischen Wurzeln der Malerin. Die Verzierungen fanden ihre Inspiration in der mexikanischen Volkskunst; das Porträt selbst zeigt Frida in einer traditionellen Tracht ihres Landes, mit Bändern und Blumen im Haar.
Die Vögel dürften auf ihren zahlreichen Haustieren basieren, darunter Papageien und Affen, die sie oft in ihren Porträts darstellte.
Der Rahmen ist ein Selbstporträt, das besondere Aufmerksamkeit verdient. Die Verzierungen wurden in transparenten Farben auf die Innenseite einer Glasscheibe gemalt.
Das erklärt die chromatischen Veränderungen, wenn sich die Farben in der Bildmitte überlagern.
Auch ist ein Blick auf die Stilvermischung geboten. Der Rahmen wirkt bewusst lebendig, überladen und doch schlicht.
Im Kontrast dazu ist Fridas Gesicht realistischer gehalten; es wurde auf Metall gemalt, da dieses Material glänzt und keine Farbe aufsaugt.
Die Farben sind kräftig und lebendig.
Zum Schluss noch ein Hinweis auf die beiden exotischen Vögel im Bildhintergrund, die das Porträt überlagern.
Klicken Sie hier, um weitere Selbstporträts von Frida Kahlo zu entdecken.









