Abstraktes Ölgemälde von Jackson Pollock mit Farbtropfen in Blau- und Weißtönen auf schwarzem, netzartigem Hintergrund.
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Jackson Pollocks Biografie: Eine kommentierte Galerie seiner berühmtesten Werke

Jackson Pollocks Biografie: Eine kommentierte Galerie seiner berühmtesten Werke

A

Arthur

Historische Kuration

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Ein Genie opferte einst seine ganze Seele, um die Decke der wohl berühmtesten Kapelle der Welt zu bemalen.

Nach Westen. Jackson Pollock. 1935

Erstaunlicherweise benötigte er über vier Jahre dafür, unter geradezu erstickenden Bedingungen zu arbeiten.

GALERIE – KOMMENTIERTE KUNSTWERKE

Stenografische Figur – Lee Krasner beeinflusste Pollock stark. Seine Bewunderung für Henri Matisse war tiefgreifend und manifestiert sich spürbar in diesem Gemälde.

Die Mondfrau – In seinen frühen Arbeiten ließ sich Jackson Pollock von Joan Miró und Pablo Picasso beeinflussen. Er hielt am surrealistischen Konzept des Unbewussten als Kunstquelle fest. Ende der 30er Jahre begann Pollock, Bilder zu schaffen, die auf mythischen oder totemistischen Figuren, ideografischen Zeichen und rituellen Ereignissen fußten. Man interpretierte dies als Ausdruck verborgener Erfahrungen und kultureller Erinnerungen der menschlichen Psyche.

Die Mondfrau. 1942 – Öl auf Leinwand (175,2 x 109,3 cm) – Standort: Peggy Guggenheim Collection, Venedig, Italien

Männlich und Weiblich – Wie der Titel schon andeutet, zeigt dieses Werk eine männliche Figur, verkörpert in der schwarzen Säulenform rechts, ergänzt durch ihr rätselhaftes arithmetisches Graffiti, sowie eine geschwungene weibliche Figur links, versehen mit wunderbaren katzenartigen Wimpern. Beide Gestalten, die auf winzigen dreieckigen Füßen ruhen, sind umgeben von gespritzter und verschmierter Ölfarbe. Dies steigert nicht nur die innewohnende Energie der beiden vertikalen Formen, sondern nimmt auch Pollocks später entwickelte, berühmte "Drip-Painting"-Technik vorweg.

Männlich und Weiblich. 1942-43. Öl auf Leinwand (73 x 49 cm)

Moby Dick  oder The Whale (1851) ist das sechste Buch des amerikanischen Schriftstellers Herman Melville. Es erzählt die epische Seefahrergeschichte von Kapitän Ahabs Suche nach dem großen weißen Wal. Pollock teilte mit Melville nicht nur Paranoia, sondern auch eine ausgeprägte Faszination für tragische Gewalt. Diese Parallelen, die sich in ihren jeweiligen Kunstformen widerspiegeln, schufen ein einzigartiges „amerikanisches Helldunkel“.
Die Art, wie Pollock in diesem kleinen Mixed-Media-Werk seine Formen arrangierte, erinnert an die Rhythmen der Meerestiefen. Fische und scheinbar niedere Meereslebewesen tummeln sich in den Wellen, obwohl im Gemälde kein erkennbarer weißer Wal zu sehen ist.

Schimmernde Substanz – Ein Gemälde, das Urkräfte in eine radikal neue künstlerische Ausdrucksform überführte. Es markierte Pollocks nächsten Schritt in der Auseinandersetzung mit seinem inneren Aufruhr, der ihn schließlich zu seiner einzigartigen Drip-Painting-Technik führte.

Fathom Complete Five – Im Jahr 1947 erreicht Pollocks Technik eine neue Ebene. Eine Oberfläche aus gegossener und gespritzter Farbe verdeckt nun die ursprünglichen Pinselstriche. Viele dieser Farbschichten werden direkt durch gestische Bewegungen – also mit den Händen – aufgetragen, was seine einzigartige Malweise so prägnant kennzeichnet.

Nummer 1A, 1948 – Klicken Sie hier, um mehr über dieses bedeutende Gemälde zu erfahren.

Lavendelnebel – Für Pollock, der die Sandmalereien der amerikanischen Ureinwohner bewunderte, war es beinahe ein ritueller Akt, Farbgewebe auf seinen Leinwänden zu beschwören und sie zugleich ausgewogen, vollendet und lyrisch erscheinen zu lassen. Ganz im Sinne eines prähistorischen Höhlenmalers signierte er dieses Werk im oberen linken Bereich und am oberen Rand der Leinwand mit seinen Fingerabdrücken.

Nummer 25 – Pollocks Faszination für Picasso und sein kreativer Wettbewerb mit ihm hielten auch in den späteren Phasen seiner Karriere an. Hier hinterlässt er deutliche Spuren einer Neuinterpretation von "Mädchen vor einem Spiegel", einer Komposition von Pablo Picasso aus dem Jahr 1932.

Blaue Pole – Zur Zeit der Entstehung dieses Gemäldes zog es Pollock vor, seinen Werken keine Namen, sondern Nummern zu geben. So lautete der ursprüngliche Titel schlicht „Nummer 11“ aus dem Jahr 1952. Der neue Titel „Blaue Pole“ erschien erstmals 1954 bei einer Ausstellung in Sydney, Australien.

Konvergenz ist eines von Pollocks letzten großen Werken. Es zeigt zahlreiche körperlose Augen, verborgen in farbigen Wirbeln, die sich auf dem dichten, grauen Grund materialisieren. Eine dynamische Spannung zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion – das ist der Kern von Pollocks einzigartigem Schaffen.

Ozeanisches Grau ist eines von Pollocks letzten großen Werken. Es zeigt zahlreiche körperlose Augen, verborgen in farbigen Wirbeln, die sich auf dem dichten, grauen Grund materialisieren. Eine dynamische Spannung zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion – das ist der Kern von Pollocks einzigartigem Schaffen.

Der Wald ist eines von Pollocks letzten großen Werken. Es zeigt zahlreiche körperlose Augen, verborgen in farbigen Wirbeln, die sich auf dem dichten, grauen Grund materialisieren. Eine dynamische Spannung zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion – das ist der Kern von Pollocks einzigartigem Schaffen.

Jackson Pollock – Pollocks Signatur auf seinem Gemälde Nummer 11 aus dem Jahr 1952


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