
Johannes Vermeers Biografie: Eine tiefgehende Analyse seiner Meisterwerke
Ein Blick auf Johannes Vermeers Leben und eine detaillierte Analyse seiner unvergänglichen Kunstwerke.
GALERIE – ZITIERTE WERKE
Lediglich um die 36 seiner Gemälde haben die Zeiten überdauert. Diese raren Stücke zählen heute jedoch zu den größten Schätzen der Weltmuseen. Vermeer startete seine Laufbahn in den frühen 1650er-Jahren mit großformatigen biblischen und mythologischen Darstellungen. Doch die meisten seiner späteren Werke – jene, für die er heute so berühmt ist – zeigen Szenen des Alltagslebens, oft in intimen Innenräumen.

Die Kupplerin – In dieser Komposition erkennen wir möglicherweise ein Selbstporträt des Künstlers. Es ist der Mann links, der mit einer Hand einen Becher hält und mit der anderen, der rechten, ein Saiteninstrument, womöglich eine Zither. Im Gegensatz zu Rembrandt, der unzählige Selbstporträts schuf, wurde kein weiteres von Vermeer katalogisiert, außer diesem, das in dieses Gemälde eingebettet ist.

Offizier und lachendes Mädchen – Vieles deutet darauf hin, dass Vermeers Frau für dieses und viele andere seiner Bilder Modell stand. Die Zartheit und Sorgfalt, mit der er ihr Antlitz malte, untermauern diese Vermutung. Manche Historiker vermuten sogar, dies sei eines der ersten Gemälde, das er mithilfe einer Camera Obscura schuf. Obwohl es keinen Beweis dafür gibt, denn ein solches Gerät wurde bei seinem Tod nicht im Hausinventar aufgeführt. Nach der Erfindung der Fotografie mag uns das unscheinbar erscheinen, doch für Künstler des 17. Jahrhunderts wäre es revolutionär gewesen. Und wir sehen: Während andere Maler zwar Figuren und Objekte im Vordergrund platzierten, in der Nähe des Betrachters, so standen diese doch meist in einem Verhältnis zum Raum, den sie füllten.

Das Milchmädchen – Mehr über dieses Gemälde erfahren Sie mit einem Klick hier.

Ansicht von Delft – Vermeer fing in diesem Werk einen stillen Einblick ins urbane Leben des holländischen Goldenen Zeitalters ein. Eine Epoche, in der die Niederlande wirtschaftlich, technologisch und künstlerisch ihren Höhepunkt erreichten.

Frau in Blau, einen Brief lesend – Dies ist eine von Vermeers rätselhaftesten und stärksten Darstellungen eines neuen Themas in der holländischen Genremalerei (Alltagsszenen): wohlhabende Frauen in häuslicher Umgebung, oft so in Gedanken versunken, dass sie den Blick des Betrachters gar nicht wahrnehmen.

Die Spitzenklöpplerin – Für weitere Details zu diesem Meisterwerk klicken Sie bitte hier.

Die Malkunst – Klicken Sie hier und lassen Sie sich in die Geheimnisse dieses Meisterwerks entführen ...

Der Astronom – Die Atmosphäre, die Vermeer hier schafft, ist durchdrungen von einem sanften Seitenlicht. Die Hand des Wissenschaftlers auf dem Himmelsglobus ist umgeben von geschickt arrangierten, realistisch dargestellten Objekten. Der Astronom selbst neigt zu einer Stilisierung, die fast allegorisch wirkt; die feine Abstimmung der ihn umgebenden Elemente trägt maßgeblich dazu bei.

Allegorie des katholischen Glaubens – In diesem Gemälde stellt Vermeer Maria Magdalena dar, wie sie, vom göttlichen Liebe ergriffen, ihre Augen von der Bibel hebt, um das Kruzifix zu betrachten. Eine Darstellung tiefster Andacht.

Dame im Stehen am Virginal – Das Virginal, ein Tasteninstrument aus der Familie des Cembalos, nimmt in dieser Komposition eine besondere Bedeutung ein. Es war bei jungen Damen aus wohlhabenden Familien sehr beliebt, oft in häuslicher Umgebung gespielt. Die meisten Gemälde, in denen der Künstler Frauen umgeben von musikalischen Elementen zeigte, präsentierten sie sitzend am Virginal, mit einer zarten Haltung, fast wie posierend für den Maler. Doch diese Darstellung, die Dame im Stehen zeigend, birgt eine Fülle von Bedeutungen, die dem Betrachter die reizvolle Aufgabe geben, sie zu entschlüsseln.










