
Ludwig van Beethovens Biografie: Unsterbliches Erbe und die Großen Werke (Letztes Kapitel)
Ludwig van Beethovens Biografie: Unsterbliches Erbe und die Großen Werke (Letztes Kapitel)
Am 26. März 1827 verstarb Beethoven im Alter von 56 Jahren an Leberzirrhose. Die Obduktion gab Hinweise auf die Ursachen seiner Taubheit, doch obwohl sein explosives Temperament, chronischer Durchfall und die Taubheit gut zu einer arteriellen Erkrankung passten, vermutet eine andere Theorie einen Zusammenhang mit dem Typhus, den er im Sommer 1796 erlitten hatte.
Arterielle Erkrankungen können weitreichende Schäden an Gehirn und Herz verursachen, oft mit ernsthaften gesundheitlichen Folgen.
Beethoven gilt als einer der größten, wenn nicht gar der bedeutendste Komponist überhaupt. Sein musikalisches Werk, das oft mit den Dramen William Shakespeares verglichen wird, markiert die äußerste Grenze menschlichen Genies.
Als er in seinen letzten Tagen sein Leben und den nahenden Tod zusammenfasste, griff Beethoven, der mit Worten nie so eloquent war wie mit der Musik, auf einen damals gängigen lateinischen Ausruf zurück, der viele Stücke beschloss.
Plaudite, amici, comoedia finita est, was übersetzt heißt: Applaudiert, Freunde, das Spiel ist aus.

EINIGE DER BEKANNTEN KOMPOSITIONEN BEETHOVENS:
Sinfonie Nr. 3 – Im Jahr 1804, nur wenige Wochen, nachdem Napoleon Bonaparte sich selbst zum Kaiser Frankreichs krönte, präsentierte Beethoven seine 3. Sinfonie, gewidmet Napoleon. Ganz Europa blickte damals mit einer Mischung aus Bewunderung und Schrecken auf ihn; Beethoven selbst bewunderte, verabscheute und identifizierte sich bis zu einem gewissen Grad mit Napoleon – einem Mann scheinbar übermenschlicher Fähigkeiten, der nur ein Jahr älter war als er.
Beethoven begann 1804 mit der Komposition, doch die Fertigstellung verzögerte sich mehrmals zugunsten anderer Projekte. Heute zählt sie zu seinen populärsten Werken und ist berühmt für ihre unheilvollen ersten vier Noten.
Für Elise – 1810 vollendete Beethoven das Stück (was „Für Elise“ bedeutet), doch zur Veröffentlichung kam es erst 40 Jahre nach seinem Tod. Im Jahr 1867 entdeckte ein deutscher Musikwissenschaftler das verschollene Originalmanuskript dann aber wieder.
Sinfonie Nr. 7 – Sie feierte 1813 in Wien Premiere, ein Benefizkonzert zugunsten der in der Schlacht bei Hanau verwundeten Soldaten. Beethoven begann hiermit eine seiner energiegeladensten und optimistischsten Kompositionen zu schaffen.
Sinfonie Nr. 9 – Ode an die Freude: Beethovens neunte und zugleich letzte Sinfonie, fertiggestellt 1824, bleibt bis heute die wohl beeindruckendste Leistung des berühmten Komponisten.
von Roseli Paulino - @arteeartistas









