Abstraktes Ölgemälde von Jackson Pollock, mit Farbspritzern in Blau- und Schwarztönen auf weißem Hintergrund.
Künstler Archiv

Nummer 1A 1948 – Jackson Pollock

Nummer 1A 1948 – Jackson Pollock

A

Arthur

Historische Kuration

Teilen:

Nummer 1A 1948 von Jackson Pollock zählt zu den ikonischsten Gemälden des Abstrakten Expressionismus, einer Kunstrichtung, die Pollock maßgeblich prägte.

Entstanden im Jahr 1948, zeichnet sich das Werk durch Pollocks unverwechselbaren Stil aus, der darin bestand, Farbe direkt auf die Leinwand zu tropfen und zu schleudern, anstatt Pinsel zu nutzen. So entstand ein vielschichtiges Geflecht aus abstrakten Linien und Formen.

„Nummer 1A, 1948“ steht exemplarisch für Pollocks Dripping-Technik, welche darauf abzielte, innere Emotionen und Impulse ungegenständlich zum Ausdruck zu bringen.

Das Werk ist ein Zeugnis von Pollocks innovativem Ansatz in der Malerei und seinem anhaltenden Einfluss auf die moderne Kunst.

Nummer 1A 1948 ist ein Meisterwerk des amerikanischen Malers Jackson Pollock, wo er seine berühmte „Dripping“-Technik anwendet – jene radikale Methode, die den Abstrakten Expressionismus entscheidend mitprägte und damit die sogenannte Action Painting ins Leben rief.

Sich um eine auf dem Boden ausgebreitete Leinwand bewegend, schleuderte und goss Pollock Farbe auf die Oberfläche. „Nummer 1A“ zählt dabei zu den größten seiner Arbeiten, die diese dynamischen Gesten eindringlich vor Augen führen.  Auf ihr pulsiert die Leinwand förmlich vor Energie: Schnüre und Knäuel von Emailfarbe, teils matt, teils glänzend, verweben und fließen – ein verwobenes Geflecht aus Blau- und Grautönen, durchsetzt mit Schwarz und Weiß. Die Art, wie die Farbe auf der Leinwand sitzt, lässt Geschwindigkeit und Kraft erahnen; das Bild als Ganzes wirkt dicht und überbordend.

Entstanden im Jahr 1948, ist Nummer 1A  das erste Werk, in dem Pollock Techniken zeigt, die eine Brücke schlagen zwischen seinen früheren Staffelei-Gemälden und den „Drip Paintings“, für die er heute am weithin gefeiertsten ist.

Nummer 1A 1948 – Detail

Seine Strategie zur Kompositionsfindung umfasste mehrere Auftragstechniken, wobei eine Reihe von Handabdrücken die Struktur für weitere Farbschichten bildet.

Obwohl der Stil dieses Gemäldes zum Synonym für den Namen Jackson Pollock wurde, signierte der Künstler sein Werk hier noch direkter, mit mehreren Handabdrücken, die sich in der oberen rechten Ecke der Komposition finden lassen.  Um diese Zeit hörte Pollock auf, seinen Gemälden evokative Titel zu geben, und begann stattdessen, sie zu nummerieren. Seine Ehefrau, die Künstlerin Lee Krasner, erklärte später: „Die Nummern sind neutral. Sie bringen die Menschen dazu, ein Gemälde so zu betrachten, wie es wirklich ist – als reine Malerei.“

Sammler schätzten Pollocks radikalen neuen Stil nicht sofort. Als es 1949 erstmals ausgestellt wurde (damals unter dem Titel „Nummer 1, 1948“), blieb dieses Gemälde unverkauft. Später im selben Jahr wurde das Werk erneut in der zweiten Einzelausstellung des Künstlers präsentiert, wo Pollock den Buchstaben „A“ hinzufügte.

Nummer 1A 1948 – MÖGLICHE BEDEUTUNG

Jackson Pollock erreichte 1948 einen transformativen Punkt in seiner Karriere. Er gab die Staffelei auf und arbeitete direkt auf dem Boden. Er begann Emailfarben zu verwenden, die er mit gewöhnlichen Künstlerölen abwechselte. Auch nutzte er seine Hände, um die Farbe leicht auf die Leinwand zu tupfen. Einige Bereiche bearbeitete er mit einem Pinsel, an anderen Stellen zog er das Pigment direkt aus einer Tube, um Impastobänder zu schaffen. Dazwischen tropfte und goss er Farbe auf die Leinwand.

Die gigantische Leinwand evoziert die Wände einer prähistorischen Höhle, die ältesten bekannten Spuren des Urmenschen. Pollock deklariert hier seine von Sprache befreite Identität auf elementarste Weise. Er war auf der Suche nach der reinen Malerei. Ab diesem Werk begann er, sein Territorium abzustecken.

Nummer 1A 1948


Instagram

@arteeartistas
© 2016 - 2026 Arte e Artistas entwickelt von Agência WEB SolisyonAlle Rechte vorbehalten.