
Biographie von Kasimir Malewitsch und der Suprematismus: Vermächtnis, Werke und Wiederentdeckung (Teil 3)
Biographie von Kasimir Malewitsch und der Suprematismus: Vermächtnis, Werke und Wiederentdeckung (Teil 3)
Kasimir Malewitsch, eine Leitfigur des Suprematismus, zählt zu den bedeutsamsten russischen Künstlern des zwanzigsten Jahrhunderts.
Sein künstlerischer Ausdruck zeichnete sich durch klare geometrische Formen und Primärfarben aus.
Unter dem Druck Joseph Stalins musste Malewitsch in den 1930er Jahren seinen modernistischen Stil aufgeben.
Er starb 1935 in Leningrad an Krebs.
Man bestattete ihn in einem von ihm selbst gestalteten Sarg, dessen Deckel die Abbildung eines schwarzen Quadrats zierte.
Erst unter der Regierung Michail Gorbatschows wurden seine Werke 1988 wieder dem Publikum präsentiert und öffentlich zugänglich gemacht.
DAS VERMÄCHTNIS
Malewitschs Einfluss zeigt sich deutlich in den Arbeiten späterer Künstler in Europa, besonders aber in den Vereinigten Staaten; ihre Werke bestehen aus vollkommen abstrakten Formen, die Technologie, Universalität oder Spiritualität verkörpern.
Auf diesem Wege ebnete Malewitsch zahlreichen nachfolgenden Generationen abstrakter Künstler – allen voran Ad Reinhardt und den Minimalisten – den Weg, sich von der Verhaftung an die reale Welt zu lösen.
GALERIE – KOMMENTIERTE KUNSTWERKE
Die Ernte – Malewitsch erforschte die menschliche Figur mit einem Bildvokabular, das an das Werk des französischen Kubisten Fernand Léger erinnert.

Der Schnitter – Diese Komposition nimmt sein Werk auf dem Weg zur Abstraktion vorweg, durch den Einsatz verkürzter und stilisierter Formen.

Morgen im Dorf nach dem Schneesturm – Dieses Werk schuf Malewitsch, als seine Malerei noch gegenständlich war und er seine Theorien des Suprematismus noch nicht ausformuliert hatte.

Fliegendes Flugzeug – Malewitsch war überzeugt, dass ein emotionales Engagement des Betrachters unerlässlich sei, um die Komposition wertzuschätzen; dies bildete eines der Schlüsselprinzipien seiner Suprematismus-Theorie.

Blühende Apfelbäume – Was der Künstler so unentwegt suchte, indem er die Ideen des Suprematismus propagierte, entzieht sich der Leichtigkeit dieses Gemäldes.

Selbstbildnis – Auf diesem Gemälde porträtiert sich Malewitsch als Renaissancekünstler, ernsthaft posierend in Rot und Schwarz vor neutralem Hintergrund; seine Geste spiegelt die des Künstlers Albrecht Dürer in dessen berühmtem Selbstbildnis von 1500 wider.










