
David mit dem Haupt des Goliath – Caravaggio
David mit dem Haupt des Goliath – Caravaggio
„David mit dem Haupt des Goliath“ ist ein weltberühmtes Gemälde des italienischen Künstlers Caravaggio, entstanden um 1610.
Es zeigt den Augenblick, nachdem David den Riesen Goliath besiegt hat. Triumphal hält er das abgeschlagene Haupt des Feindes empor.
Caravaggio fängt diese Szene auf eine schonungslose, intensive Weise ein: David zeigt Entschlossenheit und einen Hauch von Sieg, während Goliaths Kopf mit erschreckender Lebendigkeit und Detailtreue dargestellt ist.
„David mit dem Haupt des Goliath“ ist ein Schlüsselwerk; es gehört zu einer ganzen Reihe religiöser Gemälde von Michelangelo Merisi da Caravaggio.
Im Mai 1606, nach einer Mordanklage, floh Caravaggio aus Rom. Seine Odyssee führte ihn durch Neapel, Sizilien und Malta.
Er wollte dem Kopfgeld entgehen, das auf ihn ausgesetzt worden war.
Ein kurzes, stürmisches Leben, das mutmaßlich auch Mord umfasste, prägte ihn. In dieser Zeit sehnte sich der Künstler verzweifelt nach Vergebung.

Wir sehen den dramatischen Hell-Dunkel-Kontrast, so typisch für den Barock. Er legt sich wie ein leuchtender Schein um das Gesicht des Jungen, während dunkle, erdige Töne die Gestalt Davids umgeben.
Caravaggios ironische Darstellung seiner selbst als Goliath ist ein einziger Schrei der Verzweiflung.
Dieses Selbstporträt, in dem er sich als abgetrenntes Haupt Goliaths zeigt, sandte er 1610 an den päpstlichen Hof – eine gemalte Bitte um Vergebung.
Man gewährte ihm die Begnadigung. Doch die Nachricht erreichte ihn nie. Er starb zuvor, am 18. Juli 1610, mit nur 39 Jahren.
TITEL – David mit dem Haupt des Goliath
KÜNSTLER – Michelangelo Merisi da Caravaggio
JAHR – um 1609
TECHNIK – Öl auf Leinwand
MASSE – 125 x 100 cm
STANDORT – Galleria Borghese, Rom, Italien
Caravaggio stärkte den Glauben an die transzendente Kraft von Demut, Ergebung und Glauben. Seine Werke mögen Sichtbares zeigen, doch sie sprechen immer auch vom Unsichtbaren;
sie lassen uns auf den Körper eines Menschen blicken, doch ihr wahres Interesse liegt tiefer, denn sie betonen das Innenleben.
Das Gemälde ist berühmt für seine dramatische Darstellung und Caravaggios meisterhaften Einsatz von Licht und Schatten – beides prägende Merkmale seines Barockstils.
In „David mit dem Haupt des Goliath“ sehen wir einen jungen Mann, einen David, der jünger erscheint als die Darstellungen anderer Künstler, etwa von Michelangelo Buonarroti oder Bernini die dasselbe Thema bereits aufgegriffen hatten.
Hier reicht uns ein Jüngling das Haupt eines Riesen; sichtlich überdimensioniert.
In diesem vielschichtigen Werk schafft Caravaggio einen David, der die klassische Haltung der Gerechtigkeitsallegorien annimmt: das Schwert in der rechten Hand, das Haupt des Riesen in der linken.
Die Verbindung zu Christus, dem höchsten Richter und Erlöser, ist unverkennbar.
David mag hadern, doch selbst in seinem Mitleid trägt er die Last der göttlichen Vergebung mit unerschütterlicher Entschlossenheit.
Seine religiösen Werke, waren blutige, schonungslose Dramen.
Doch die Geschichte birgt ein bizarres Detail: Dieses Gemälde gilt als eines der Hauptwerke des Künstlers und als eine der bedeutendsten Schöpfungen des italienischen Barock.
Titel – David mit dem Haupt des Goliath
Jahr – um 1609
Technik – Öl auf Leinwand
Maße – 125 x 100 cm









