
Gustav Klimt: Leben und Werk: Die Goldene Phase, Frauen und ikonische Meisterwerke
Gustav Klimt: Leben und Werk: Die Goldene Phase, Frauen und ikonische Meisterwerke
Gustav Klimt, eine der prägendsten Figuren der Kunstgeschichte, verewigte unzählige Frauen in seinen Bildern. Durch seine meisterhafte Verwendung von Farben und Gold schuf er ein ganz eigenes Kapitel, das im Pantheon der universellen Kunst seinen unverwechselbaren Platz einnimmt.
Obwohl er nie offiziell verheiratet war, lebte Klimt seine Leidenschaften frei und ungezügelt aus. Man erzählt sich, dass nach seinem Tod ganze vierzehn Kinder auftauchten, alle darauf bedacht, ihren Anteil am Erbe zu sichern; lediglich vier fanden jedoch offizielle Anerkennung.
Emilie Flöge (1874–1952), aus einer angesehenen Wiener Bürgerfamilie stammend. Im Jahr 1891 heiratete ihre Schwester Helene Gustav Klimts Bruder Ernst. Zwischen Emilie und dem Maler, der zwölf Jahre älter war, entstand, kaum hatten sie sich kennengelernt, eine tiefe Freundschaft.
Offenbar verliebte Klimt sich in sie. Doch einen Heiratsantrag hat er ihr nie gemacht.

Porträt der Emilie Flöge – Vor einem dunklen Hintergrund hüllte der Maler Emilies Silhouette in ein gleißendes Licht. Es zieht den Blick unweigerlich auf ihr Kleid.
Die beiden am Rande der Figur kaum fassbaren Formen, so undefinierbar wie der Raum selbst, erfüllen dabei dieselbe gestalterische Aufgabe.
Aus der innigen Freundschaft mit Emilie ging auch eine geschäftliche Zusammenarbeit hervor: Klimt unterstützte sie beim Aufbau einer Boutique. Deren Modelinie erfreute sich sowohl bei Klimts Klientel als auch in seiner berühmten Wiener Werkstätte immenser Beliebtheit.

Gustav Klimt verewigte zahllose Frauen in seinen Gemälden. Durch den Einsatz von Farben und Gold schuf er ein Werk, das ein ganz eigenes, unverwechselbares Kapitel in der universalen Kunstgeschichte bildet.
Obgleich er nie amtlich den Bund der Ehe einging, lebte er seine Leidenschaften stets ungehemmt.
Emilie Flöge (1874–1952), eine Wienerin aus gutbürgerlichem Haus. Ihre Schwester Helene heiratete 1891 Gustav Klimts Bruder Ernst.
Zwischen Emilie und dem zwölf Jahre älteren Maler entwickelte sich sofort nach dem ersten Treffen eine tiefe Freundschaft.


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Ähnlich japanischen Malern, die Siegel zur Signatur ihrer Werke nutzten, entwarf Klimt ein stilisiertes Monogramm, das seine Initialen trug.
Diese Schöpfung diente den Mitgliedern des Direktoriums der Wiener Werkstätte als Vorlage.
Die Einbindung dieser Siegel in die Kunstwerke erhielt so den Charakter eines kompositorischen Elements.

Sein Werk legte den Grundstein für den Jugendstil
Quadratisches Format, diagonale Komposition, symmetrische Anordnung, geometrische Stilisierung, Mosaike, Gold- und Silberblätter – und ein starker erotischer Gehalt.
Dies sind die vorherrschenden Merkmale in der Kunst Gustav Klimts, untrennbar verbunden mit seinen sehr eigenständigen Vorstellungen über die Essenz des Universums: das Leben, die Liebe, der Tod.
Vor ihm galt die österreichische Malerei als eher provinziell.
Es dominierten bürgerliche Porträts und Darstellungen des alltäglichen Lebens.
Seine Betonung des Spirituellen, sein malerischer und dekorativer Stil, alles ausgehend von der Sezession, markierte den Beginn des Jugendstils.

JUDITH I

Das ewig Weibliche – sein zentrales Thema, Triebfeder für Porträts und Allegorien.
Die Sinnlichkeit, ja, die Erotisierung seiner Frauenbilder, forderte die österreichische Gesellschaft heraus. Sie entblößte die damalige Ambivalenz, löste zugleich Anziehung und Ablehnung aus.
Seine unverblümte Darstellung des Nackten führte zu einem Jahrzehnt anhaltender Auseinandersetzungen mit den offiziellen Behörden, jenen hochrangigen Mäzenen der Wiener Kunstszene.
Die für die Universität Wien geschaffenen Allegorien prägten seine Karriere nachhaltig. Sie unterstrichen Klimts selbstbewusste Haltung gegenüber den gesellschaftlichen Reaktionen.
Viele seiner Arbeiten basierten auf diesen verlorenen Quellen, die zusammen mit zahlreichen anderen Gemälden im Brand des Schlosses Immendorf im Jahr 1945 ein Raub der Flammen wurden.

Der Mythos der Danae, der jungen Nymphe, die Zeus – in Gestalt eines goldenen Regens – befruchtete: Klimt präsentierte eine gänzlich neuartige Komposition der mythologischen Szene.
Er eliminierte überflüssige Elemente der klassischen Ikonografie, konzentrierte die Handlung ganz auf den Moment der Befruchtung, verwandelte ihn in die schiere Beschreibung des Ekstase.
Die Szene enthält einen parodistischen Zug.
So wie Zeus sich als Goldregen tarnte, um Danae zu befruchten, verkleidete Klimt die Selbstbefriedigung der jungen Frau in den seminale Strom der Gottheit.
Die Sinnlichkeit ist unübersehbar: im Schleier, der die Knöchel der jungen Frau umschließt, und in den goldenen Ringen, die ihren Körper liebkosen.

Im Sommer 1908, nach seiner Übersiedlung nach Kammer, südlich des Attersees, in Begleitung seiner Freundin Emilie Flöge, war Klimt zutiefst fasziniert vom örtlichen Schloss. Dessen Mauern spiegelten sich im klaren Wasser des Alpensees.
Der Maler widmete dem Sujet gleich drei Gemälde.
Die Arbeiten entstanden direkt vom See aus, die Staffelei auf einem Boot aufgebaut – eine Technik, die bereits von Monet und den Impressionisten verwendet wurde.

Leben und Tod
Dieses Gemälde wurde 1911 in Rom erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, wo es prompt die Goldmedaille auf der Internationalen Kunstausstellung erhielt.
Nachdem Klimt es in seinem Atelier aufbewahrt hatte, überarbeitete der Wiener Maler es umfassend. Im Jahr 1916 stellte er es dann in der Berliner Secession aus.
Die ursprünglich goldene Farbgebung wich einem dunkleren, bläulichen Ton; einige Figuren wurden geändert und ergänzt.
Dieses Gemälde, das Leben und Tod gegenüberstellt, birgt eine ambivalente Bedeutung.
Die geschwungenen Linien rechts in den Gewändern des Todes finden ihre Ergänzung in den linken Konturen der Säule des Lebens, deren warme Farbtöne der Szene eine zusätzliche Dramatik verleihen.
Es ist kein Kampf, vielmehr ein unvermeidlicher Ausgang, denn der Kreislauf des Lebens lässt sich nur im Angesicht des Todes vollends begreifen.

PORTRÄT DER ADELE BLOCH-BAUER I
Es gilt als das berühmteste von Klimt gemalte Porträt und stellt, gemeinsam mit Der Kuss, den Höhepunkt seiner Goldenen Periode dar.
Hier sehen wir die Porträtierte, Adele Bloch-Bauer, Gattin des angesehenen Wiener Bankiers jüdischer Herkunft, Ferdinand Bloch, der dieses Werk beim Maler in Auftrag gab.
Beim genauen Betrachten dieses Werkes fallen uns Symbole wie das ägyptische Auge und Ornamente byzantinischen Einflusses auf, die Klimt häufig verwendete.
Die Dreiecke und die Elemente mit dem Großbuchstaben „B“ wurden als Initialen der Porträtierten gedeutet.

Der Kuss gilt als Klimts berühmtestes Werk schlechthin.
Mehr über DER KUSS erfahren Sie hier









