
Biographie von Georges Braque und seine Hauptwerke: Kommentierte Galerie und Erbe
Biographie von Georges Braque und seine Hauptwerke: Kommentierte Galerie und Erbe
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Galerie – Kommentierte Kunst
Galerie – Kommentierte Kunst
„Das Bild ist erst vollendet, wenn es die Idee ausgelöscht hat.“ – Georges Braque
Der Hafen von Antwerpen – Im Frühling 1906 wandte sich Braque dem Fauvismus zu. Dort, unter den Malern dieser Schule, entdeckte er die Faszination reiner Farbtöne und deren kühne, fast gewalttätige Orchestrierung. Seine ersten Werke dieser Phase entstanden in Antwerpen. Die leuchtende Dynamik erzielte er mit schnellen, farbigen Pinselstrichen.

Häuser in L'Estaque – Braques Gemälde vom Sommer 1908, entstanden in L'Estaque, gelten als die ersten kubistischen Arbeiten. Diese vermeintlich einfachen Landschaftsbilder offenbaren die Entschlossenheit des Künstlers, Formen in ihre kleinsten Bestandteile zu zerlegen. Die dominierende Braun- und Grünpalette hier ist zudem ein Vorbote jener Farbwahl, die Braque in vielen seiner späteren Werke verwenden sollte.

Violine und Pfeife – Bei diesem Werk führten Braque und Picasso eine neue Methode ein: die Integration der Collage-Kunst in die Malerei. Dieses Mittel entwickelte sich für sie zu einem bildnerischen Element, das sie zu einer fast musikalischen Präzision führte. Ihr Höhepunkt? Die berühmte Bach-Arie.

Bach-Arie – Mit diesem Werk verabschiedete sich Braque von der hermetischen Phase des Kubismus. Das holzimitierende Papier und die schwarzen Rechtecke, die den Raum bilden, verleihen dieser Collage eine seltene kompositorische Freiheit. Hier erkennen wir auf bemerkenswert ausdrucksstarke Weise die fast unsichtbaren Konturen einer Gitarre.

Stillleben mit „Le Jour“ – Das Stillleben-Ensemble auf dem Tisch wirkt beinahe komprimiert. Über der Zeitung „Le Jour“ liegt ein Messer, das soeben einer noch offenen Schublade entnommen wurde. Wir betrachten die Wand mit ihrer Holzverkleidung und aufgeklebtem Papier – Elemente, die diese wunderschöne Komposition aufwerten.

Balustrade und Kran – Dieses Werk nimmt eine ganze Serie von Stillleben vorweg, in denen Objekte seelische Qual oder Verzweiflung versinnbildlichen. Braque malte nach seiner Rückkehr aus dem Krieg und zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wiederholt Totenköpfe. Hier setzte er eine Vielfalt leuchtender Farben ein, um emotionale Reaktionen auf das politische Unbehagen, das er angesichts des Krieges empfand, darzustellen.














