Ölgemälde, das den Künstler Milton Dacosta in seinem Atelier zeigt, umgeben von Pinseln und Leinwänden.
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Milton Dacosta – Eine Künstlerbiografie

Tauchen Sie ein in das faszinierende Leben und Werk von Milton Dacosta, einem Pionier der brasilianischen Moderne.

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Arthur

Historische Kuration

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Milton Dacosta, ein brasilianischer Maler, Designer und Grafiker, zählt zu den prägendsten Gestalten der modernen brasilianischen Malerei, direkt in der Generation nach Candido Portinari. Seine Kunst war maßgeblich vom Kubismus gezeichnet; gleichzeitig durchlief er aber auch Phasen der figurativen Kunst.

Schon als Kind fasziniert vom Zeichnen und jeglichen Objekten um ihn herum, zeigte Milton Dacosta früh sein außergewöhnliches Talent. Seine Liebe zur Kunst wurde schon früh gefördert; rasch hob er sich als vielversprechender junger Künstler hervor.

BIOGRAFIE

Milton Rodrigues da Costa erblickte am 19. Oktober 1915 in Niterói, Rio de Janeiro, das Licht der Welt. Schon in frühester Kindheit zeigte er eine starke Neigung zum Zeichnen und begeisterte sich für jedes greifbare Objekt.

1929 begann er sein Studium der Malerei und des Designs bei dem deutschen Professor Augusto Hantz. Schon im Folgejahr schrieb er sich für den kostenlosen Kurs an der Escola Nacional de Belas Artes ein. Mit nur 16 Jahren war er dann an der Gründung des Núcleo Bernardelli beteiligt, einer Gruppe, die von Edson Motta geleitet wurde. Künstler wie José Pancetti, Bustamante Sá und Ado Malagoli trafen sich hier allabendlich, ließen sich von ihrer Fantasie treiben und arbeiteten ohne festen Methoden oder Techniken.

1944 gewann Da Costa in der modernen Sektion des Salão Nacional de Belas Artes einen Reisepreis für einen Auslandsaufenthalt. Gleich im nächsten Jahr zog es ihn in die Vereinigten Staaten, wo er an der Art Students League of New York in New York studierte. Im selben Jahr beteiligte er sich an einer Ausstellung zeitgenössischer brasilianischer Kunst in Buenos Aires, genauer gesagt in La Plata.

1946 ließ er sich in Paris nieder und besuchte die Kurse der Académie de la Grande Chaumière.

Ein Werk von Milton Dacosta

1949 kehrte er nach Brasilien zurück. Dort heiratete er in São Paulo die Malerin Maria Leontina, wo sich das Paar niederließ.

Ab den 1950er-Jahren beteiligte sich der Künstler rege an bedeutenden Einzel- und Gruppenausstellungen, sowohl in Brasilien als auch international. In dieser Zeit präsentierte er seine erste Einzelausstellung im damaligen Gebäude des Bildungsministeriums in Rio de Janeiro. Zwischen 1951 und 1961 war er bei mehreren Ausgaben der Biennale von São Paulo vertreten. Besonders 1955 hob er sich hervor, als er den Preis als bester brasilianischer Maler dieser Ausgabe entgegennehmen durfte.

International war er 1950 bei der XXV. Biennale von Venedig dabei; 1952 zeigte er seine Werke in der Ausstellung brasilianischer Künstler im Salon de Mai in Paris; 1955 im Salone di Lugano in der Schweiz. Zudem nahm er 1956 und 1957 am IX. Internationalen Preis von Lissone in Mailand sowie an der internationalen Ausstellung des Guggenheim Museums in New York teil.

Dacostas Malerei entwickelte und reifte über die Jahre stetig. Früh in seiner Laufbahn zog ihn der Impressionismus an, und er durchlief auch eine Phase des Expressionismus – doch eher der Strömung seiner Generation folgend, als aus tiefer stilistischer Überzeugung. Im Grunde genommen war der Ausgangspunkt des Malers stets die abstrakte Kunst. In seinem Schaffen, besonders bei der menschlichen Figur, war die Darstellung bis zuletzt geometrisch stilisiert. Seine Malerei war ebenso vom Kubismus beeinflusst, woraus er einen ganz eigenen Stil mit einfachen, geometrischen Formen schuf, den er als „lyrischen Kubismus“ bezeichnete. Er malte Porträts, urbane Motive, die Konsumgesellschaft thematisierend, und menschliche Figuren – oft Frauen oder Mädchen, allein oder in Gruppen. Ein nüchterner, eleganter Stil bestimmte stets seine Farbgebung.

Ab 1973 ließen sich die beiden Künstler in Rio de Janeiro nieder. Dort lebten und teilten sie die Kunstwelt fünfunddreißig Jahre lang, bis zum Tod seiner Frau im Jahr 1984. Aus dieser Ehe ging ein Sohn hervor, Alexandre Dacosta, der ebenfalls bildender Künstler wurde.

Milton Dacosta verstarb am 4. September 1988 im Alter von 72 Jahren in Rio de Janeiro. Der Künstler erlebte gerade eine sehr wichtige Phase seiner Karriere, als er an seiner Serie mit dem Titel „Vênus e os Pássaros“ (Venus und die Vögel) arbeitete.

1999 veranstaltete das Centro Cultural Banco do Brasil in Rio de Janeiro eine Ausstellung zu Ehren des Künstlerpaares mit dem Titel „Milton Dacosta & Maria Leontina: Ein Dialog“. Diese Retrospektive würdigte die gemeinsamen Werke dieser beiden Künstler, vereint in Kunst und Leben.

GALERIE EINIGER WERKE 

Ein Werk von Milton Dacosta Ein Werk von Milton Dacosta Ein Werk von Milton Dacosta Ein Werk von Milton Dacosta Ein Werk von Milton Dacosta Ein Werk von Milton Dacosta Ein Werk von Milton Dacosta


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